Beste Rahmenbedingungen für die Jüngsten

Gerade die Versorgung unserer jungen Patientinnen und Patienten stellt besondere Anforderungen. Kinder und Jugendliche haben andere Bedürfnisse als Erwachsene – medizinisch, pflegerisch und emotional. Deshalb braucht auch die Umgebung, in der sie behandelt werden und gesund werden, speziell darauf abgestimmte Rahmenbedingungen.

Mit einem umfassenden Infrastrukturpaket investiert das Land Oberösterreich insgesamt 220 Millionen Euro in den Neubau des Kinderzentrums sowie in eine neue Zentralküche und eine moderne Betriebsgastronomie am Kepler Universitätsklinikum. Ziel ist es, optimale Voraussetzungen für eine hochwertige, kinder- und familiengerechte Versorgung zu schaffen.

Die notwendigen Vorarbeiten für den Baustart wurden im Jahr 2025 erfolgreich abgeschlossen.

Ausstattung:

9 Bettenstationen und 2 Kinderintensivstationen sowie 5 Operationssäle

Bettenanzahl:

148

Geplanter Baubeginn:

2026

Geschätzte Fertigstellung:

2031

Investitionsvolumen:

220 Millionen Euro

Nutzfläche:

17.000 m2

Vorgeschichte

Der derzeitige Kinderbettentrakt am Med Campus stammt aus dem Jahr 1956. Trotz laufender Investitionen und Sanierungen entspricht die bauliche Struktur nicht mehr den aktuellen Anforderungen eines zeitgemäßen sowie patientinnen- und patientenfreundlichen Universitätsklinikums.

Das umfassende Projekt wurde im Mai 2021 in den entsprechenden Gremien des Landes OÖ genehmigt. Seither laufen die intensiven Vorbereitungs- und Planungsarbeiten. Mit den Vorbereitungen für die Bauarbeiten des Großbauvorhabens wird Mitte 2025 an der Ecke Weißenwolffstraße/Garnisonstraße in Linz begonnen. 

Lage des Kinderzentrums

Der neue Bau G wird zwischen den Bauteilen A und C positioniert sein. Damit bildet das universitäre Kinderzentrum das Herzstück am Standort Med Campus des Kepler Uniklinikums.

Leistungsschwerpunkte
  • Im neuen Kinderzentrum werden zukünftig die Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde sowie die Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie angesiedelt sein.
  • Eine eigene Station für Kinderonkologie mit den entsprechenden Räumlichkeiten und Ambiente wird errichtet.
  • Erstmals in Oberösterreich wird eine Kinderpalliativstation mit sechs Betten eingerichtet.
  • Die gesamte Kinderherzchirurgie (operativ sowie postoperativ) wird im Neubau gebündelt.
  • Es werden Bettenkontingente für Kinder der Kliniken für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Unfallchirurgie sowie Orthopädie geschaffen.
  • Ein Kinderambulanzzentrum mit einer Akutambulanz sowie verschiedenen Spezialambulanzen wird etabliert.
  • Verortet werden darüber hinaus eine Kinderradiologie und Kinderangiografie, sowie verschiedene spezielle Therapiebereiche
  • Zusätzlich wird das interdisziplinäre Endoskopie Zentrum für Erwachsene und Kinder im Bau G beheimatet sein.
Breite Nutzerinnen- und Nutzereinbindung

Ein wesentliches Ziel des Projekts war nicht nur eine moderne Versorgungsstruktur für unsere Patientinnen und Patienten zu erarbeiten, sondern gleichzeitig auch optimale Arbeitsbedingungen, kurze Wege und effiziente Arbeitsabläufe für die Mitarbeitenden zu schaffen.

Um dies zu gewährleisten, wurden rund 20 Nutzerinnen- und Nutzergespräche unter direkter Einbindung von etwa 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durchgeführt.

Durch den Input aller im Kinderzentrum sowie der Küche vertretenen Berufsgruppen wurde eine breite Expertise in die Planung mit aufgenommen, um bestmöglich auf die jeweiligen Bedürfnisse einzugehen. Selbstverständlich wird der erfolgreiche Weg der breiten Einbindung in der Umsetzung weitergeführt.

Logistik und Verkehrswege

Die Expertise bezüglich Wegführung, Patientinnen- und Patiententransport, Versorgung und Entsorgung ist auch in Hinblick auf das Verkehrskonzept für die Zu- und Abfahrten eingeflossen.

Im Zuge des Neubaus wird es daher auch zu einer Umstrukturierung diverser Logistikbereiche kommen. Es wird ein zeitgemäßes Entsorgungszentrum errichtet und ein fahrerloses Transportsystem (FTS) für die vielen Materialtransporte (z. B. Wäsche, Speisen, Abfall, Ge- und Verbrauchsgüter…) am gesamten Areal implementiert.

In Kombination mit einem durchdachten Verkehrskonzept können damit die Wege der Ver- und Entsorgung kurzgehalten und Synergien genutzt werden.

Klare Jury-Empfehlung bei Architekturwettbewerb

Am 16. und 17. November 2022 tagte das Preisgericht zur Auswahl des besten Projekts für den Bau des neuen Kinderzentrums sowie der Betriebsküche inklusive Restaurant für Mitarbeitende am Med Campus des Kepler Universitätsklinikums. Die Empfehlung der jeweils fünf Fach- und Sachpreisrichter unter dem Vorsitz von Architektin DI Petra Wörner fiel einstimmig zugunsten des Architekturbüros JSWD Architekten GmbH & Co KG, Köln, aus.